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BIO

Der niederländische Pianist Jorrit van den Ham ist seit 2018 als Repetitor und Pianist am Stadttheater Bremerhaven engagiert. Seit der Spielzeit 2024/25 unterrichtet er zudem als Lehrbeauftragter für Korrepetition Gesang an der Hochschule für Künste Bremen.

Als vielseitiger Musiker verbindet er pianistische Souveränität mit stilistischer Flexibilität und einer besonderen Affinität zum Musiktheater. Seine Tätigkeit umfasst Oper, Konzert, Lied und Kammermusik ebenso wie die Arbeit mit Orchestern und Vokalensembles.

Eine besondere Leidenschaft gilt dem Orchester- und Ensemblespiel. Auf unterschiedlichen Tasteninstrumenten wirkte er in zahlreichen Produktionen und Konzerten mit renommierten Klangkörpern mit, darunter das Philharmonische Orchester Bremerhaven, die Bremer Philharmoniker sowie das Nederlands Philharmonisch Orkest. Darüber hinaus arbeitete er mit zahlreichen Projektorchestern zusammen.

Im Laufe seiner Karriere hat sich Jorrit van den Ham als gefragter Repetitor und Begleiter etabliert. In den Niederlanden war er unter anderem für die Nationale Opera & Ballet Amsterdam, die Nederlandse Reisopera und die Dutch National Opera Academy tätig. Im Sommer 2017 wirkte er bei der Kammeroper Rheinsberg in der Uraufführungsproduktion Tucholskys Spiegel von James Reynolds mit.

Von 2013 bis 2018 war er als Repetitor im Edukationsprogramm der Nationale Opera & Ballet Amsterdam tätig. Neben der musikalischen Betreuung entwickelte er Opernworkshops für Schulklassen und arbeitete mit namhaften Dirigenten zusammen. Zu den Höhepunkten dieser Zeit zählen Produktionen von Die Zauberflöte sowie drei Ausgaben des Kinderkorenfestivals, bei denen jeweils eine eigens in Auftrag gegebene Komposition im Großen Haus zur Aufführung gelangte.

Als Konzertpianist trat Jorrit van den Ham in zahlreichen europäischen Ländern auf. Sein Repertoire umfasst solistische Programme, Kammermusik und Liedgestaltung. Mit dem Philharmonischen Orchester Bremerhaven interpretierte er unter anderem das Klavierkonzert von Viktor Ullmann, das von Deutschlandfunk Kultur übertragen wurde, die Jazz Suite von Alexander Tsfasman sowie Karneval der Tiere von Camille Saint-Saëns. Darüber hinaus war er wiederholt in musiktheatralischen Produktionen auf der Bühne zu erleben, darunter Lebensbaum unter der Regie von Klaus Bertisch.

Im Wagner-Jahr 2013 war Jorrit van den Ham Stipendiat der Richard-Wagner-Stipendienstiftung.

Ausbildung

Jorrit van den Ham wuchs in einem musikalischen Elternhaus auf. Seine Eltern waren Orchestermusiker in renommierten niederländischen Orchestern und prägten früh seine Begeisterung für die klassische Musik.

Bereits im Alter von acht Jahren erhielt er seinen ersten Klavierunterricht. Fünf Jahre später wurde er an der Musikhochschule Amsterdam aufgenommen, wo er sein Studium 2006 erfolgreich abschloss. Zu seinen Lehrern zählten Marjès Benoist, Håkon Austbø und Naum Grubert. Parallel dazu erhielt er wichtige Impulse im Bereich Liedgestaltung durch Rudolf Jansen.

Er nahm an internationalen Meisterkursen teil, unter anderem am Conservatoire de Sion und am Mozarteum Salzburg. Von besonderer Bedeutung für seine künstlerische Entwicklung war die Begegnung mit Prof. Peter Feuchtwanger in London, dessen musikalische und pianistische Ideen ihn nachhaltig prägten.

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